ICH LIEBE DAS, WAS ICH TUE. UND ICH TUE DAS, WAS ICH LIEBE.
SILKE SCHÄFER
Himmels-Postbotin

Häuser

Tierkreis aus der Sicht der ErdeDer Tierkreis wird in 12  gleich grosse Abschnitte mit seinen 12 Sternzeichen eingeteilt. Diese 12 Zeichen sind Abschnitte eines ausserirdischen Raumes (Sonnensystem) und wirken auf die ganze Erde ein. Sie stellen kosmische Qualitäten dar, die jedem Menschen als Energiequelle zur Verfügung stehen.

Die 12 Häuser teilen den irdischen Raum um den Geborenen in 12 Felder ein und haben somit individuellen und ortsgebundenen Charakter. Sie sind ein körperbezogenes Bezugssystem, nach dem wir uns im Kosmos und im Leben, in Raum und Zeit orientieren können. Um das Häusersystem ermitteln zu können, sind die genaue Zeit der Geburt und der Ort auf der Erde Vorraussetzung.

Der Tierkreis = unser kosmisches Bezugssystem als Energie = objektive Einteilung.
Die Häuser = unser irdisches Bezugssystem in Raum und Zeit = subjektive Einteilung.

Die Häuser 1 bis 3 bilden den 1. Quadranten. Die Hauptmotivation ist die Selbsterhaltung.
Haus_01_150x150px1. Haus:
Spontane Selbstdarstellung, Image, der der Aussenwelt zugewandte Teil des Selbst (Persona), Ich-Raum.

Im 1. Haus erleben wir uns als ICH mit all seinen triebmässigen Ansprüchen an die Welt. Wir haben eine bestimmte Vorstellung, ein bestimmtes Bild von uns und möchten gerne denken: die Welt gehört mir. Hier sind wir eine Erscheinung, eine physische Gestalt, die den Menschen gegenübertritt und als solche auch von der Umwelt respektiert und wahrgenommen sein will. Wir bemühen uns deshalb, ein bestimmtes „Image“ zu haben, einen möglichst guten Eindruck zu machen und wechseln dementsprechend auch häufig unsere Maske; wir manipulieren unseren „Habitus“, unser Erscheinung.
Haus_02_150x150px2. Haus:
Besitz, Substanz und Energie, eigener Raum, eigene Mittel, Vorratssicherung, Talente, Selbstwert und Verteidigung.

Im 2. Haus sind wir mit der Lebenserhaltung beschäftigt, sogen für Nahrung, Sicherheit, Vorrat. Wir eignen uns Substanzen, Talente und Fähigkeiten an, um diese nutzbringend im Leben zu verwenden. Hier sind wir Besitzende, sei es Grundbesitz, Geldbesitz oder geistiger Besitz. Alles, was zur Lebenserhaltung und Lebenssicherung gehört, zeichnet sich hier ab. Es ist das Feld der Ökonomie im kleinsten wie im weitesten Sinne. Deshalb bauen wir auch hier leicht Schutzmauern, um uns selbst und unseren Besitz abzusichern. Das ICH ist auf Selbstverteidigung ausgerichtet; das Eigenwertgefühl steigt mit dem Besitz, stützt sich auf das, was man hat, zu dem Dinge, Begabungen, Können wie auch Menschen gehören.
Haus_03_150x150px3. Haus:
Bildung, Lernen, Sprechen, Gestik, Infomieren, kollektive Denknormen, praktische Fähigkeiten, Geschwister, Verwandtschaft.

Im 3. Haus wird die erste Verbindung mit der Umwelt hergestellt. Es gibt Aufschluss über Beziehungen zu Geschwistern, Verwandten und Nachbarn, über den nächsten Umkreis, seine Denkweise und geistige Einstellung, über das kollektive Denken also, das wir aus diesem engeren Umkreis als Prägung mitbekommen. Hier ist angezeigt, in welcher Weise wir versuchen, uns dieser Umwelt anzupassen und auch gleichzeitig, in welchem Grade wir durch diese Umwelt beeinflusst und geformt werden. Dieses Mass prägt das kollektive, das umgebungsabhängige Denken.
Die Häuser 4 bis 6 bilden den 2. Quadranten. Die Grundhaltung ist offensiv und betont emotional.
Haus_04_150x150px4. Haus:
Das Kollektiv, die Familie, Herkunft und Wurzeln, Geborgenheit, Mutterbeziehung, Wertgefühl, Urvertrauen.

Das 4. Haus entspricht der Herkunft, dem Ursprung, aus dem Wir stammen - praktisch dem Elternhaus. Es ist das ursprüngliche »Nest«, unsere Vorstellung davon und auch, wie unser eigenes Heim einmal aussehen soll. Es ist der Ort, wo wir aufgewachsen sind, wodurch unsere Individualität und unser Charakter zu einem bestimmten Grade vorgeformt wurden. Deshalb spricht man hiervon der Tradition, den konservativen Einstellungen und von gemütshaften Familienbanden, von Kollektivabhängigkeit. Hier ziehen wir uns auch zurück in die eigene Häuslichkeit und ins Privatleben. Es zeigt an, wie wir uns dort verhalten, welche Beziehungen wir zur eigenen Familie, zum Kollektiv haben.
Haus_05_150x150px5. Haus:
Selbstdarstellung, Selbsterprobung, Selbständigkeit, Experimente, Risiko, Spiele, schöpferische Kreativität, Kinder, Erotik.

Im 5. Haus ist man experimentierfreudig, unternehmungslustig. Man erprobt hier sich selbst im engen Kontakt und wird die Erotik mit all ihren Hoffnungen und Enttäuschungen erleben. Wir wollen eigene Erfahrungen sammeln, alles selbst erleben, ausprobieren, aufs Spiel setzen. Deshalb wird es auch das Haus der schöpferischen Kräfte, der Künste, Spiele, der Liebe, der Kinder usw. genannt. Das 5. Haus dient sehr wesentlich der Selbstverwirklichung. Aus den Planetenstellungen kann man ersehen, auf welche Weise wir das vollbringen, ob wir eine natürliche Selbstdarstellung oder nur ein Imponiergehabe entwickeln.
Haus_06_150x150px6. Haus:
Existenz, Leistungsbereitschaft, Arbeit, psychosomatische Prozesse, Reinigung, Körperpflege, Dienen, soziales Engagement.

Im 6. Haus findet der Existenzbewältigung statt, das sich Unterwerfen unter die Notwendigkeiten des Lebens. Hier müssen wir uns bewähren, die Fehler aus der Unvernunft des 5. Hauses wieder gut machen oder die Folgen tragen. Es zeigt die Art der Durchsetzung an, aber auch die Niederlagen und die oft daraus resultierenden psychosomatischen Prozesse, die Krankheiten, Arbeit, Dienst und Abhängigkeit, Tüchtigkeit und Untüchtigkeit und wie sich diese im körperlichen Zustand niederschlagen. Hier muss man auch seinen »Platz im Leben«, seine »Marktlücke« in der Arbeit finden, um auf einzigartige Weise existieren zu können, die den individuellen Fähigkeiten entspricht.
Die Häuser 7 bis 9 bilden den 3. Quadranten. Die Hauptmotivation ist Denken.
Haus_07_150x150px7. Haus:
Kontaktverhalten, Du-Streben, Suche nach Ergänzung, Anziehungskraft, Partnerschaft, Ehe, Verträge.

Im 7. Haus ist die Beziehung zum Du angezeigt. Das Ich steht hier seinem Gegenpol, dem Du, direkt gegenüber und erkennt, dass die eigenen Kräfte nicht ausreichen, um das Leben zu meistern. Hier wollen wir uns an das einzelne Du binden, es zur Mitarbeit bewegen, uns seiner versichern. Wir streben nach echter Partnerschaft und müssen lernen, uns in diese einzuordnen. Daraus können sich Reibungen ergeben, weil das Du auf etwa bestehende Mängel hinweist, die einem harmonischen Zusammenleben entgegenstehen. Wir beginnen mit der bewussten Anpassung durch die Arbeit an uns selbst, am eigenen Ich und erkennen uns immer besser durch das Du.
Haus_08_150x150px8. Haus:
Gesetze des Lebens, Gesellschaftsnormen, Pflichten, fremde Mittel, Sterbe- und Werdeprozesse, Krisen, Leitbilder.

Das 8. Haus verlangt die Anpassung an die Wirklichkeit der etablierten Gesellschaft, was häufig den Tod einer alten Auffassung, oder einer hinderlichen Einzelbindung bringt Es wird auch das Haus des Todes, der Stirb-und-Werde-Prozesse genannt Alles Unnötige, allen Ballast müssen wir abstreifen, oft durch eine schmerzliche Trennung, denn hier ist der Ort der Wende, der Erneuerung, des Aufstiegs zur Individualität, die bewusst der Gesellschaft gibt, was diese zu Recht zu fordern hat. Aber dafür erhalten wir hier auch Erbschaften oder Unterstützungen, Ämter und Ehren vom Du oder von der Gemeinschaft.
Haus_09_150x150px9. Haus:
Selbständiges Denken, eigenes Weltbild, Suche nach Sinn, Wahrheit, Weisheit, Toleranz. Reisen, Erweiterung des Horizontes, die Ferne.

Im 9. Haus geht es nicht mehr um das Tun, sondern ums Denken. Wir nennen es das Haus des unabhängigen, eigenen Denkens im Unterschied zum 3. Haus, dem Haus des anerzogenen Denkens. Hier wollen wir selbst die Lösungen für die Fragen des Lebens finden und dessen Sinn erfassen. Wir wagen es, die angestammten Grenzen zu überschreiten und versuchen, anderen Menschen Ziel und Richtung zu geben, sie zu begeistern, um an Aufgaben für die Gemeinschaft oder für ideelle Zwecke mitzuarbeiten. Es ist das Haus der Philosophie und Weltanschauung, der Pädagogik, der Weisheit, der weltweiten Beziehungen und der Globalisierung.
Die Häuser 10 bis 12 bilden den 4. Quadranten. Die Hauptmotivation ist das reine Sein.
Haus_10_150x150px10. Haus:
Individualisierung, Berufung, Ehrgeiz, Dominanz, Karriere, Macht, Ziel, Führungsaufgaben, Verantwortung.

Im 10. Haus will man seinen Platz in der Welt einnehmen. Der Mensch will erkannt sein als das, was er ist und will sich als freies Individuum bewegen können. Deshalb bedeutet dieses Feld die soziale Stellung in der Gesellschaft, Berufung und auch das Streben nach Macht. Hier geht es um echte oder falsche Autorität, um echte Führungsbefähigung oder um Prestige- und egoistisches Machtstreben. Die leitende Stellung, die hier angezeigt ist, sollte dem Reifegrad der bewussten Individualität und deren Verantwortungsbereitschaft entsprechen. Macht um der Macht willen wird hier durch Fall von der erreichten Höhe und/oder durch Verlust der angemassten Autorität korrigiert.
Haus_11_150x150px11. Haus:
Idealbild des Menschen, Ethik, Freunde, Gleichgesinnte, elitäres Denken, Moral, Zukunftsschau und Zukunftsideal.

Das 11. Haus ist das Haus der guten und wenigen Freunde sowie der Wahlverwandtschaften. Hier wollen wir unsere Beziehungen frei wählen, werden nicht mehr getrieben von Wünschen und Begierden. Wir interessieren uns für den Menschen an sich und sind fähig, ihn ohne egoistische Motive zu lieben. Hier entsteht das ideale Menschenbild am Modell der erlebten Freundschaft mit der individuellen Vorstellung einer perfekten menschlichen Gesellschaft. Diese Vorstellungen können auch oft zu weit gehen: dann finden wir den Utopisten, der sich in wirklichkeitsfernen Spekulationen verliert.
Haus_12_150x150px12. Haus:
Rückzug, Isolation, Alleinsein, Verinnerlichung, das Verborgene, Flucht in die Illusion. Mystik, Esoterik, Jenseitsphilosophien.

Das 12. Haus liegt am fernsten von der Welt, ganz auf der linken Seite des Horoskopes und ist das letzte im ganzen Häusersystem. Hier geht es um Verinnerlichung, um alles, was den Menschen von den anderen absondert und zu sich selbst zurückführt, damit er sich in höhere geistige Zusammenhänge einordnen kann. Hier muss man die Fähigkeit erlangen, in der Stille, ganz im eigenen Selbst zu leben, auch isoliert, einsam und allein sein können. Es ist das Haus der erzwungenen oder freiwilligen Isolationen, der produktiven oder unproduktiven Einsamkeit.