WER FRAGEN STELLT, MUSS AUCH AKZEPTIEREN, DASS ER ANTWORTEN BEKOMMT.
AUS KAMERUN
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FAQ

Wie werden die Sternzeichen in der südlichen Hemisphäre gedeutet, wo Widder und Stier im Herbst stattfinden und Waage und Skorpion im Frühling?

Es geht bei dieser Überlegung um zwei verschiedene Bezugssysteme: a) das kosmische und b) das irdische Bezugssystem. Der Tierkreis mit seinen 12 Sternzeichen ausserhalb der Erde ist unser kosmisches Bezugssystem in Form von Energie; der Platz auf der Erde, wo wir uns gerade befinden, ist unser irdisches Bezugssystem in Raum und Zeit.

Tierkreis aus der Sicht der ErdeZu a): Der Tierkreis wird in 12 gleich grosse Abschnitte mit seinen 12 Sternzeichen eingeteilt. Diese 12 Zeichen sind Abschnitte eines ausserirdischen Raumes (Sonnensystem) und wirken auf die ganze Erde ein. Sie stellen kosmische Qualitäten dar, die jedem Menschen als Energiequelle zur Verfügung stehen.

Zu b): Der irdische Raum um den Geborenen wird aus der Sicht der Person in 12 Felder eingeteilet, die in der Fachsprache Häuser genannt werden und individuellen und ortsgebundenen Charakter haben. Sie sind ein körperbezogenes Bezugssystem, nach dem wir uns im Kosmos und im Leben, in Raum und Zeit orientieren können. Um das Häusersystem und damit das Horoskop ermitteln zu können, sind der genaue Zeitpunkt der Geburt und der Ort auf der Erde Vorraussetzung.

Haus_01_150x150pxSomit entspricht der Tierkreis der objektiven Einteilung und die Häuser der subjektiven Einteilung des Himmels. So erhalten wir die verschiedenen Kulturkreise, die sich alle an unterschiedlichen Orten auf der Erde entwickeln, aber aus kosmischer Sicht alle dem gleichen Thema „folgen“. Anders gesagt: Wenn ich die Sternen-News schreibe oder Auskunft gebe über weltweite (mundane) Themen, dann gelten diese Aussagen für die ganze Welt, egal ob bei Ihnen gerade Winter oder Sommer ist. Wir schauen sozusagen von der Erde aus alle gemeinsam in die gleiche Richtung zum Tierkreis hinauf. Je nach Kulturkreis und Erdbewegung nehmen die Energien dann auf unserem Planeten aber unterschiedliche Formen an, wie z.B. Winter oder Sommer.

Pluto wurde als Planet von den Astronomen gestrichen! Haben die Astrologen kein Problem damit, nun trotzdem noch hierüber Interpretationen zu machen?

Seit dem 24. August 2006 gilt Pluto astronomisch nicht mehr als Planet, denn zu diesem Zeitpunkt hat die Internationale Astronomische Union den Begriff „Planet“ neu gefasst. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass Pluto eventuell nicht das grösste Objekt des Kuiper-Gürtels ist. Pluto gilt seitdem als Zwergplanet der Sonderkategorie der Plutoide. Seiner astrologischen Bedeutung tut dies jedoch keinerlei Abbruch, lediglich seine Rolle als Hauptherrscher des Skorpions könnte dadurch in Frage gestellt werden. Interessanterweise ist bis heute noch immer umstritten, ob Pluto wirklich ein Planet ist. Wenn – aus psychologischer Sicht – Pluto nicht zum Sonnensystem gehört, dann gehört die Energie der Transformation auch nicht zur menschlichen Psyche, und wir bräuchten hierfür auch keine Verantwortung als Teil von uns selbst übernehmen. Da erscheint es vielleicht gar nicht mehr so überraschend, dass die Astronomen ihn weghaben wollen…

Wie unterscheiden sich die beiden Methoden Koch und Placidus?

Die Huber-Koch-Methode geht vom 6er-Rhyhthmus aus und folgt damit dem Jupiter-Zyklus. Es ist die Methode des psychologischen Wachstums und läuft vom Alterspunkt gegen den Uhrzeigersinn. Mit dieser Methode arbeite ich, denn ich berate die Menschen, die sich bewusst entwickeln können/wollen.

Die Placidus-Methode geht vom 7er-Rhythmus aus und folgt damit dem Saturn-Zyklus. Es ist die Methode der Prognostik und läuft vom Alterspunkt mit dem Uhrzeigersinn. Diese Methode der prognostischen Ereignisse wende ich nicht an.

Es stimmen beide Methoden. Sie unterscheiden sich im Häusersystem und in der Deutung. Die Deutung nach Koch trifft auf diejenigen Menschen zu, die sich gern entwickeln möchten. Die Deutung nach Placidus trifft auf diejenigen Menschen zu, die eher als konditioniert gelten. Es ist also eine Frage, welche Aussage der/die Kund/in wünscht.

Wie genau muss die Uhrzeit stimmen?
Hier gilt grundsätzlich die einfache Antwort: so genau wie möglich, bestenfalls auf die Minute. Als Laie kann man sich vorstellen, dass der Aszendent durchschnittlich alle zwei Stunden das Zeichen wechselt. Befindet er sich nun im Grenzbereich zwischen zwei Zeichen, können Minuten darüber entscheiden, in welches Zeichen er zu stehen kommt. Bei der Horoskopinterpretation ist dies natürlich ein gewichtiger Unterschied. Auch ist zu bedenken, dass sich mit dem Aszendenten das ganze Häusersystem stetig verschiebt, so dass ein Planet – je nach Tageszeit – in dem einem oder anderen Haus zu finden ist, auch dies ist für eine exakte Deutung ausschlaggebend.

Während bei der reinen Geburtshoroskop-Deutung die Präzision der Geburtszeit in der Regel leichte Ungenauigkeiten verträgt, ist sie bei gewissen Prognosemethoden (zB Altersprogression) absolute Voraussetzung, um zu aussagekräftigen Resultaten zu führen. Bei der Methode der Sekundärprogressionen wirkt sich beispielsweise eine Verschiebung der Geburtszeit um 4 Minuten aus als eine Abweichung von ca. 3 Monaten in der Auslösung von Ereignissen. Übrigens wird die Geburtszeit amtlich registriert und lässt sich beim Zivilstandesamt des Geburtsortes erfragen.

Zwillinge haben doch das gleiche Horoskop. Was unterscheidet sie?
Zwillinge oder Mehrlingsgeschwister besitzen zwar, was die Planetenstellungen in den Zeichen sowie die Aspekte betrifft, das gleiche Horoskop. Da sie jedoch nicht exakt zum gleichen Zeitpunkt auf die Welt kommen, sondern ihre Geburtszeit bis zu einer Stunde differieren kann, weisen ihre Horoskope oft kleine, aber markante Unterschiede auf. ZB kann der Aszendent sich bereits in einem anderen Zeichen befinden. Zumindest hat sich aber bereits das gesamte Häusersystem, also auch die Stellung der Planeten in den Häusern, leicht verschoben. So kann ein Planet plötzlich an einer Hauptachse stehen (was ihn sehr dominant macht) oder sich davon bereits entfernt haben. Alle diese möglichen Differenzen reichen jedoch nicht aus, um die oft grossen Unterschiede im Charakter von Zwillingen oder Mehrlingen zu erklären.

Dazu kommt eine psychologischen Tatsache, welche auch in der Forschung bewiesen wurde: Wachsen Zwillinge getrennt voneinander auf, zeigen sie verblüffend ähnliche Verhaltensweisen, lässt man sie zusammen, entwickeln sie sich jedoch unterschiedlich. Dies zeigt, dass Zwillinge sehr wohl über eine ähnliche Persönlichkeit verfügen. Offensichtlich ist es ihnen aber nicht möglich, nebeneinander diese Persönlichkeit auf die gleiche Weise zum Ausdruck zu bringen. Astrologisch betrachtet kann man sagen, dass Mehrlinge zwar das (fast) gleiche Horoskop besitzen, dieses aber offenbar untereinander aufteilen. So wählt jedes der Kinder gewisse Konstellationen aus, die es zum Ausdruck bringt. Den anderen Teil überlässt es seinem Geschwister. Natürlich tun auch andere Menschen dies, nur finden die normalerweise nicht so einfach eine Projektionsfläche, also einen anderen Menschen, der unsere weniger geliebten Anteile übernimmt. Hinweise darauf, welche Teile von welchem Zwilling eher ausgedrückt werden, finden wir mit Hilfe der oben erwähnten kleinen Unterschiede in den beiden Horoskopen.

Zeugungshoroskop: Kann man einen geeigneten Moment für eine Zeugung voraussagen, besonders dann, wenn ein Paar lange vergebens versucht, schwanger zu werden?
Es gibt tatsächlich gewisse „günstige Gelegenheiten“ in Zusammenhang mit Pluto-, Mond- und Venus-Konstellationen, welche einen geeigneten Zeugungsmoment berechnen können. Dies fällt dann in den Bereich der Prognostik. Meine persönliche Meinung ist es aber, dass es gar nicht in unserer menschlichen Macht liegt, den Moment für die Zeugung oder die Ankunft eines neuen Erdenbürgers zu bestimmen. Dies hat mit höheren, göttlichen Ebenen zu tun, die heute vielen Menschen noch gar nicht bewusst sind.

Kommt aber ein Paar, welches schon lange vergebens versucht, schwanger zu werden, mit dieser Frage, so gewinnen für mich zunächst einmal die psychologischen Hintergründe an Bedeutung mit Fragen meinerseits: Was ist die Motivation dafür, ein Kind zu zeugen? Wie weit steht das Thema Macht/Ohnmacht im Vordergrund („Ich will ein Kind!“)? Braucht es unbedingt einen Nachfolger für das Geschäft? Möchte die Frau sich durch ein Kind zB. von möglichen Verpflichtungen entziehen? Möchte sie die eigenen unerfüllten Kinderträume mit Hilfe des Kindes verwirklichen? Erfährt diese Frau von ihrem Partner nicht genügend Liebe, so dass ein Kind diese Position des Liebesfokus einnehmen soll? Möchte man die evt. zerbrechende Beziehung durch ein Kind retten? Ist ein gewisser Zeitdruck im Spiel, eine Art Torschlusspanik? Hat die Frau sich selbst schon geboren, so dass sie ein anderes Wesen gebären kann? Welche Atmosphäre herrscht im Körper der Frau? Ist dieser Körper soweit von ihr angenommen und mit Liebe gefüllt, dass ein Wesen dort hineinschlüpfen möchte? Hat diese Frau/dieses Paar evt. materiell keine Probleme, jedoch emotional noch eine grosse Lektion zu lernen? Dies sind alles Fragen, die damit zu tun haben könnten, dass ein Paar in der jetzigen Inkarnation kinderlos bleibt.

Welches ist der astrologische Moment der Geburt?
Die wohl unter den Astrologen am weitesten verbreitete Meinung ist, dass als Geburtsmoment der Zeitpunkt des ersten Atemzuges gilt. Die Begründung dafür liegt in der Tatsache, dass mit der Aufnahme der Atemluft ein Mensch den ersten Kontakt mit der Erdenwelt herstellt und nicht mehr Teil seiner Mutter ist, sondern als selbständiges Wesen zu leben beginnt und mit der Energie des Universums eigenständig Kontakt aufnimmt. Man kann natürlich nicht davon ausgehen, dass in den Spitälern exakt dieser Zeitpunkt notiert wird. Schon eher dürfte das Durchtrennen der Nabelschnur ausschlaggebend sein. In Extremfällen kann also die amtliche Geburtszeit von der astrologisch ausschlaggebenden um Minuten abweichen.
Kaiserschnitt: Stimmt das Horoskop auch bei künstlich eingeleiteten und Kaiserschnittgeburten?
Diese Frage ist sehr häufig und auch verständlich, da „künstliche“ Geburten doch ein grosser Eingriff in den natürlichen Lauf der Dinge darstellen. Grundsätzlich möchte ich diese Frage mit Ja beantworten, denn das Horoskop widerspiegelt ja die Zeitqualität während des Geburtsmomentes, unabhängig davon, wie die Geburt zustande kam. Für mich hat diese Frage damit zu tun, dass der Mensch zu oft davon ausgeht, Einfluss ausüben zu können auf Zeitpunkte, zu denen etwas geschehen soll. Mir scheint, wir haben weit weniger Einfluss auf Termine und Ereignisse unseren Vorstellungen entsprechend, als vermutlich allgemein angenommen wird. Für mich gibt es gewisse „Rahmenbedingungen“, die einem grösseren universalen oder göttlichen Willen unterworfen sind, welcher dafür sorgt, dass der Zeitpunkt und somit die Zeitqualität des Geschehens ihre Richtigkeit haben. Bei einer Kaiserschnitt-Geburt beginnt die Reise des neuen Erdenbürgers bereits mit einem sehr markanten Thema: Dem Baby wird die Arbeit des Durchstossenmüssens in die Aussenwelt abgenommen und dadurch ein wichtiger Lebensimpuls vorenthalten. Dies kann sich im Leben als eine grosse Aufgabe herausstellen, die eigene Kraft der Durchsetzung und des Kämpfens zu erlernen, was sich dann auch im Horoskop ablesen lässt. So gesehen hat eine künstlich eingeleitete oder eine Kaiserschnitt-Geburt wiederum ihre Bedeutung und ihre Aufgabe für das neugeborene Wesen.
Ist das Seelenalter aus dem Horoskop heraus ablesbar?
Diese Frage muss ich mit Nein beantworten. Das Seelenalter ist genauso wenig ablesbar wie das Geschlecht oder der Bewusstseinsstand der betreffenden Person. Mit zunehmendem Seelenalter zeichnet sich ein Mensch aber durch ein grosses Verantwortungsgefühl aus. Damit ist jedoch weder eine pingelige Genauigkeit noch ein Kümmern um die Angelegenheiten anderer gemeint. Aber eine Frage erlaubt, Aufschluss über das Seelenalter zu geben: „Wie sehr liegen mir der Dienst für die Menschheit, der Wille zum Guten und die Verwendung der richtigen Worte tatsächlich am Herzen?“
Was bedeutet eigentlich Wassermann-Zeitalter genau?
Das Wassermann-Zeitalter steht in Zusammenhang mit einer Bewegungsart der Erde, die als „Präzession“ bekannt ist. Sie kommt durch die Beziehung der Erde zu Sonne und Mond zustande. Schaut man vom Weltraum auf die Erde, erscheint sie nicht als vollkommene Kugel, sondern hat eher die Gestalt einer Mandarine. An den Polkappen ist sie flach und im Bereich des Äquators gewölbt. Die Schwerkraft des Mondes und in geringem Masse die Anziehungskraft der Sonne veranlassen die Erde, sich torkelnd kreisend zu bewegen, damit sie ihre relative Postition im Weltraum aufrecht erhalten kann. Demzufolge bleibt die Erde auf ihrer jährlichen Reise durch den Tierkreis ungefähr 50 Bogensekunden zurück – sie kommt also nicht exakt am selben Ausgangsort an, an dem sie ein Jahr zuvor startete. Dadurch verschiebt sich jährlich der Ausgangspunkt des astrologischen Jahres (der Widderpunkt) rückwärts. Dieses Verschieben wird Präzession genannt und benötigt eine Gesamtdauer durch alle Sternbilder von ca. 26’000 Jahren. Dieser grosse Zeitraum bildet einen der wichtigen evolutionären Zyklen, bei dem die Welt zwölf Weltzeitalter durchläuft. Diese zwölf Zeitalter werden ein Weltenjahr oder ein Äon genannt. Teilt man 26’000 Jahre in 12 Teile (analog unseren irdischen 12 Monaten eines Kalenderjahres), so ergeben sich 12 Zeitalter a ca 2’160 Jahre.

Momentan befinden wir uns in einer faszinierenden, wenn auch für viele etwas beunruhigenden Periode, mitten im Übergang zwischen zwei Zeitaltern. Der Widderpunkt wanderte während der vergangenen ca. 2’000 Jahre durch das Sternbild Fische, versetzte die gesamte Erde und alles Leben in eine infrarote Schwingung und prägte die Zeit durch die Qualität des hingebungsvollen Idealismus. In unserem westlichen Kulturkreis manifestierte sich diese Energie durch die Geburt Christi. Diese Wirkung läuft heute langsam aus, denn der Widderpunkt befindet sich nun in der Übergangsphase in das Sternbild Wassermann. Alle Atome beginnen jetzt, sich in den kommenden 2’160 Jahren auf die nächst höhere ultraviolette Schwingung des Wassermanns auszurichten. D.h. wir befinden uns heute in einer Zeit, wo die „alten“ Schwingungen noch nicht ganz aufgelöst sind und die „neuen“ sich noch nicht vollkommen manifestiert haben. Im Alltag prallen dadurch „alte“ und „neue“, konservative und fortschrittliche Denkweisen aufeinander. Dieser Übergangszustand ähnelt sehr der Phase zwischen Kindheit und Pubertät. Man geht jedoch nicht als Kind eines nachts in Bett und wacht am nächsten Tag als Erwachsener auf – der Prozess läuft allmählich ab. Auf diese Weise geschieht auch der Übergang von einem Zeitalter ins andere.

Historisch gesehen wird nun erstmals ein Weltzeitalter von einem Sternbild regiert, das einen Menschen darstellt. Und der Archetyp, der die Wassermann-Idee verkörpert, ist der Humanist. Dies bedeutet, dass der Mensch in den Mittelpunkt tritt und sich selbst mehr und mehr als ein Teil des Göttlichen begreift.Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Phänomene, die erkennen lassen, wie sehr das Wassermann-Prinzip unsere Wertvorstellungen und unseren Zeitgeist prägt. Zu den auffallendsten Merkmalen des Wassermanns gehören das Streben nach Unabhängigkeit sowie der Abbau von Hierarchien und Schranken aller Art. Führt man sich vor Augen, wie die vergangenen zwei Jahrhunderte von Unabhängigkeitsbestrebungen, Unabhängigkeitskriegen und Unabhängigkeits-erklärungen geprägt waren, wie Kolonien sich aus der Bevormundung befreiten, wie aber auch der Abbau der unterschiedlichen Rechte von Rassen, Klassen und den Geschlechtern aufkam und vorangetrieben wurde, dann ist es gewiss nicht falsch, davon auszugehen, dass die Französische Revolution den Beginn des Wassermann-Zeitalters darstellt. Dies um so mehr, als dass deren Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ wassermännischer nicht sein kann.

Die neue Qualität des Wassermann-Zeitalters bringt uns darüber hinaus in Kontakt mit weltweiten Kommunikationstechnologien, mit mehr Zeit zur geistigen Entwicklung (während die Technik Entlastung bringt), mit ethischen Fragen und mit dem Aufbruch in eine neue Menschlichkeit. Es gibt auch bereits eine technische Errungenschaft, welche als das Symbol des neuen Zeitalters erkannt werden darf: das Internet. Mit den jetzigen Technologiesprüngen befindet sich die Menschheit aber erst am Anfang. Die Wassermann-Qualität, welche allmählich die ganze Erde auf eine höhere Schwingung bringt, beschleunigt u.a. das Denken und ermöglicht, sehr komplexe Abläufe zu erfassen. Deshalb kommen jetzt auch immer mehr technische Geräte auf den Markt, welche auf kleinstem Raum mit einem Höchstmass an Technik extrem schnell arbeiten – eine Analogie zur Fähigkeit des heutigen menschlichen Bewusstseins. Es wird also nicht nur die allgemeine Bewusstseinsebene der Menschen jetzt angehoben, sondern es könnte auch in der wissenschaftlichen Forschung zu unerwarteten Erkenntnissen kommen, welche zu neuen Gedankenmustern führen und somit die Gesellschaft verwandeln; es werden aber auch im Speziellen die Bereiche Solarenergie, Licht, Elektronik, Farbe, Klang, Kommunikation (Computer) und ebenso die Esoterik, intuitive Wahrnehmungsfähigkeiten wie Telepathie oder Hellsehen, die Astrologie und die Macht des Denkens als kreativer Ausdruck ein zunehmendes Interesse erfahren – alles Wassermann-Entsprechungen.

Besonders faszinierend ist es aber, zu beobachten, wie der Geist der Neuzeit darum ringt, dem Wassermann-Prinzip auf einer besonders schwierigen Ebene gerecht zu werden: Die seit der Antike bestehende, scheinbar unüberwindbare Kluft zwischen Glauben und Wissen will in der Wassermann-Zeit geschlossen werden. Die Religion des neuen Zeitalters darf nicht im Widerspruch zum Wissen stehen, ebenso wie die Wissenschaft sich nicht länger nahezu zwangsneurotisch gegen alles abschirmen darf, was sich nach Religion, Spiritualität oder Transzendenz anhört. Noch sind die Berührungsängste gross. Noch kann man sich nicht recht vorstellen, dass der wissenschaftliche Geist seine so ausgeprägte Bevorzugung der nackten Fakten aufgibt und wieder beginnt, die Frage nach Sinn und Bedeutung zu stellen. Noch absurder aber scheint der Gedanke, dass eine Religion wissenschaftlich beweisbar sein könnte. Dann ist es ja keine Religion mehr, denken viele. So tief ist das Bild dieses unüberwindbaren Widerspruchs zwischen Glauben und Denken in uns verankert. Und dennoch sprechen viele Anzeichen dafür. Diese zu erkennen und zu beobachten gehört zu den aufregendsten Phänomenen unserer Zeit.

Aber wie gesagt, wir stehen erst am Anfang des neuen 2’160-Jahre-Zyklus. Der Prozess des Übergangs läuft allmählich ab.

Zeitepoche ca. Zeitalter Archetyp des Sternbildes Religiöse Idee der Epoche Ausdrucksform
-6000 bis -4000 Zwillinge-Zeitalter Der Unstete Pansophie, Naturverehrung Heilige Landschaft
-4000 bis -2000 Stier-Zeitalter Der Bauer Verehrung der Grossen Mutter Stierkulte, Muttergottheiten
-2000 bis 0 Widder-Zeitalter Der Krieger Kriegerische, eifersüchtige, egoistische Götter Männliche Götter, die Olympier, Jahwe
0 -2000 Fische-Zeitalter Der Mystiker Mystifizierung des Göttlichen, allumfassende Liebe Gott ist die Liebe, Mysterien der Dreieinigkeit
2000 bis 4000 Wassermann-Zeitalter Der Humanist Der Mensch begreift sich als Teil des Göttlichen Philosophie, Tiefenpsychologie, Chaosforschung
Sonnensystem-Alcyone
Stimmt es, dass sich die Sternzeichen verschieben, so dass z.B. ein mutiger Widder heutzutage in Wirklichkeit in sensibler Fisch ist?
Dies ist ein Argument, das man oft von Astrologiegegnern hört mit dem Zweck, die Basis, auf der die Astrologie aufbaut, in Frage zu stellen. Grundsätzlich werden hier aber zwei Dinge durcheinander gebracht, nämlich die Sternzeichen und der Tierkreis.

Die Sternbilder sind reale Fixsternkonstellationen, die wir am nächtlichen Himmel mit Hilfe einer Sternkarte ausmachen können. Sie haben die gleichen Namen wie die Tierkreiszeichen: Widder, Stier, etc. Ihre Grösse ist recht unterschiedlich.

Der Tierkreis ist eine symbolische 12-Teilung der Ekliptik, der Bahn, welche die Sonne scheinbar während eines Jahres um die Erde beschreibt. Ihre Fixpunkte sind die Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche sowie die Wendekreise der Sonne („längster“ bzw. „kürzester“ Tag). Diese Sonnenlaufbahn bestimmt auch unseren Kalender. Als vor ca. 2’000 Jahren der Widder- oder Frühlingspunkt als Anfangspunkt des astrologischen und astronomischen Jahres eingeführt wurde, stand die Sonne tatsächlich im Fixsternbild Widder.

Heute haben sich die Fixsternbilder gegenüber dem Tierkreis um fast ein Sternbild verschoben. Dies ist die Folge der Präzession, einer Pendelbewegung der Erdachse. Der Widderpunkt verschiebt sich infolge der Präzession in durchschnittlich 2’160 Jahren um 30° (die Grösse eines Tierkreiszeichens). Astologisch berücksichtigen wir (hier im Westen) die Präzession nur in Zusammenhang mit den verschiedenen Zeitaltern. Auf die Tierkreis-Astrologie hat die Präzession allerdings keinen Einfluss.

Weshalb findet man unterschiedliche Angaben dazu, wann jeweils ein Zeichenwechsel stattfindet?
Für Laien, dessen Geburtstag in den Bereich eines Zeichenwechsels fällt, kann es tatsächlich sehr verunsichernd sein, wenn in einer Zeitschrift zB der 21. Mai dem Zeichen Stier zugeordnet wird, während er laut Angaben zu den Zwillingen gehört. Ähnlich wie beim Thema Fixsternbilder/Tierkreis scheinen es einige Astrologen hier vordergründig nicht allzu genau zu nehmen, was ihre Seriosität natürlich arg in Frage stellt.

In Wirklichkeit nimmt es die Astrologie allerdings sehr genau, was den Moment des Zeichenwechsels betrifft. Nur finden diese Zeichenwechsel nicht jedes Jahr zur gleichen Zeit statt, sondern können sich um maximal einen Tag verschieben. Die Ursache dafür finden wir in der Tatsache, dass die scheinbare Umlaufbahn der Sonne um die Erde, das Sonnenjahr, nicht genau unserem Kalenderjahr von 365 Tagen entspricht, sondern ca. sechs Stunden länger dauert. Diese sechs Stunden werden alle vier Jahre mit Hilfe des Schalttages (29. Februar) ausgeglichen. In der Zwischenzeit erreicht die Sonne den Anfang jedes Zeichens jährlich um ca. sechs Stunden früher, da die Tierkreiszeichengrösse von 30° konstant bleibt. Ist nun also jemand zum Zeitpunkt eines Zeichenwechsels geboren, muss mittels der genauen Geburtszeit und des Geburtsortes (Zeitverschiebung) der exakte Sonnenstand ermittelt werden. Nur so lässt sich zuverlässig bestimmen, in welchem Tierkreiszeichen die Sonne wirklich steht.
Von der Deutung her ist allerdings noch zu bemerken, dass Menschen mit Planeten auf einer Zeichengrenze (zwischen 29°30′ und 0°30′) sich oft weder dem einen noch dem anderen Zeichen völlig zugehörig fühlen, sondern sich eher wie „zwischen Stuhl und Bank“ vorkommen und beide Qualitäten zum Ausdruck bringen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Astrologie und der Milleniums-Hysterie?
Nein. Die Hysterie um den Jahreswechsel 1999/2000 wurde in erster Linie durch die Ängste der Computer-Industrie vor Programm-Abstürzen und durch das Puschen der Medien erzeugt. Die Zahl mit den drei magischen Nullen hat mit Astrologie nichts zu tun – höchstens mit Numerologie. Denn das Bewusstsein der Menschen unseres Kulturkreises kommt mit der neuen Schwingung der Zahl Zwei in Kontakt. Die Symbolik der Zahlen wird weitgehends als universelles Phänomen betrachtet, da sie nicht dem menschlichen Willen unterworfen sind, sondern der „Geometrie Gottes“. Die esoterische Weisheit der Antike basiert auf dem Grundsatz, dass „die göttliche Hand mit geometrischer Präzision den Schöpfungsakt vollzieht“. Von daher sind Zahlen wie Naturgesetze und haben ewige Gültigkeit. Die Zahl Zwei steht in diesem Fall für das weibliche Prinzip, für Dualität, Harmonie, Zusammenarbeit, Vermittlung, Einheit (nicht Trennung).

Es erscheint mir aber wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, warum vor allem die Medien und viele Geschäftemacher die Thematik des Milleniums so gepuscht haben, denn einen seriösen Grund gibt es nicht. Einerseits war unser Kulturkreis mit dem Jahreswechsel 1999/2000 noch gar nicht in das neue Millenium eingetreten. Dieses wurde erst beim Jahreswechsel 2000/2001 vollzogen, da unsere Zeitrechnung mit der Einführung des gregorianischen Kalenders nicht im Jahre Null begann, sondern im Jahre Eins. Andererseits rechnen andere Kulturkreise auf ihre eigene Art: Im Vergleich zu unserem Jahr 2001 leben die Muslime im Jahr 1379, gerechnet von Mohammeds Auszug aus Mekka; die Buddhisten haben das Eisen-Schlange-Jahr 2128 erreicht, gerechnet ab Buddhas Tod; die Juden, die ab Schöpfung rechnen, befinden sich im Jahre 5759, und die Hindus messen gar keine Zeit.